Die Beschaffungsgemeinschaft der Verkehrsunternehmen Stadtverkehrsgesellschaft Frankfurt (Oder) mbH, Cottbusverkehr GmbH und Verkehrsbetriebe Brandenburg GmbH haben am 12.06.2018 die gemeinsame Ausschreibung für ihre neuen Straßenbahnfahrzeuge im Europäischen Amtsblatt veröffentlicht.

Die Ausschreibung umfasst die Bestellung von insgesamt 45 meterspurigen Straßenbahnfahrzeugen mit einem Niederfluranteil von mindestens 70 Prozent.

Durch die Bereitstellung von ersten unterstützenden Investitionsmitteln durch das Land Brandenburg bis 2022 konnte die bereits seit 2012 vorbereitete Zusammenarbeit der drei Partner, mit dem Ziel einer gemeinsamen Fahrzeugbeschaffung ab 2020, nun erfolgreich gestartet werden. Da die, für die Modernisierung des Fuhrparks, bereitgestellten jährlichen Mittel des Landes in 2022 auslaufen und damit nur als Unterstützungsmittel für eine erste Teilbeschaffung ausreichen, und die Möglichkeiten der Aufgabenträgerkommunen zu einer alleinigen Vollinvestition nicht gegeben sind, sollen zunächst nur 24 Fahrzeuge fest bestellt werden. Weitere 21 Fahrzeuge können erst nach Sicherstellung der Finanzierung durch das Land und die Aufgabenträger bestellt werden.

Mit einem erfolgreichen Abschluss des Vergabeverfahrens wird noch in 2018 gerechnet. Dies bedeutet, dass bereits ab 2020 nach und nach wieder neue Bahnen auf den Gleisen der kreisfreien Städte Frankfurt (Oder), Cottbus und Brandenburg an der Havel rollen werden. Mit der gemeinsamen Beschaffung werden, neben einem guten Preis, auch günstige Folgekosten, beispielsweise für die Schulung der Mitarbeiter oder die gemeinsame Ersatzteilbevorratung bezweckt.

Die Verkehrsunternehmen werden ihren Fahrgästen mit den neuen Fahrzeugen eine völlig neue Qualität im ÖPNV anbieten. Die Themen Barrierefreiheit, Fahrgastkomfort (Klimatisierung) und Umweltverbund, spielten bei der Erstellung der technischen Spezifikationen eine maßgebliche Rolle. Darüber hinaus werden wesentliche Fortschritte bei Geräuschkomfort, Design, der Arbeitsplatzqualität, für den Fahrer/in und bei den langfristigen Betriebskosten erwartet.

„Wir freuen uns, dass es gemeinsam mit den Verantwortlichen aus Politik, Verwaltung und unseren Partnern aus Cottbus und Brandenburg gelungen ist, diese Ausschreibung zu starten. Die neuen Fahrzeuge werden die Qualität des ÖPNV in Frankfurt (Oder) deutlich steigern und unseren Fahrgästen, insbesondere den in ihrer Mobilität eingeschränkten, eine 100 Prozent Teilhabe ermöglichen.“ Christian Kuke, Geschäftsführer Stadtverkehrsgesellschaft Frankfurt (Oder) mbH